Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V.

Der Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V. versteht sich als Gemeinschaft der Freunde des Gohliser Schlösschens, der Baudenkmal- und Kunstliebhaber, von Interessierten, die den Ruf Leipzigs als Buch- und Kulturstadt fördern möchten.

Der Freundeskreis unterstützt die für den Erhalt des kultur-historischen Denkmals notwendigen konservatorischen wie restauratorischen Maßnahmen und ebenso kulturelle Ankäufe für die Bereicherung des hauseigenen Inventars.

In den Freundeskreis kann jeder eintreten und mit seiner Mitgliedschaft den Erhalt des Gohliser Schlösschens als öffentliche Kulturstätte unterstützen. Der Jahresmitgliedsbeitrag beträgt derzeit 40 Euro / für Ehepaare 60 Euro.

Eine Mitgliedschaft im Freundeskreis „Gohliser Schlößchen“ e.V. ermöglicht Ihnen: Gewinn durch künstlerisches Erleben und zwanglosen Gedankenaustausch, aktive Mitwirkung am Leipziger Kulturgeschehen und den Besuch kultureller Veranstaltungen im Gohliser Schlösschen bei ermäßigter Eintrittsgebühr. Durch Ihre Mitgliedschaft können Sie aktiv dazu beitragen, das Kleinod im spätbarocken Baustil als national und international bedeutende Stätte der Begegnung zu erhalten und den Bekanntheitsgrad zu befördern.

04. Mai 1935 - Gründung der „Gemeinschaft der Förderer des Gohliser Schlösschens“

Im Mai des Jahres 1935 fand die bis dahin umfangreichste Generalrestaurierung des Gohliser Schlösschens ihren vorläufigen Abschluss. Der Rokoko-Bau wurde in Anwesenheit des damaligen Oberbürgermeisters und späteren Hitler-Gegners Carl-Friedrich Goerdeler festlich eingeweiht. Goerdeler darf gedankt sein, dass das außerhalb gelegene Schlösschen eine zweite, von der „Gemeinschaft der Förderer des Gohliser Schlösschens“ unterstützte Restaurierung erlebte. So befand sich das Baudenkmal des sächsischen Spätbarock 1937 in einem Zustand, der dem ursprünglichen weitgehend entsprochen haben muss.

1991

wies die Gründerin des Freundeskreises und damalige Direktorin des Schlösschens, Brunhild Vollstädt, auf die Baufälligkeit des Schloss-turms hin. Die umfassende Gesamtsanierung der Schlossanlage begann und dauerte bis 1998 an.

26. Februar 1991 - Neugründung des Vereins

Gründung des Freundeskreises „Gohliser Schlösschen“ e.V., der die positive Tradition der in den Dreißigerjahren ins Leben gerufenen „Gemeinschaft der Förderer des Gohliser Schlösschens“ fortführen soll.

1995/96

gelingen mit Hilfe von Denkmalfördermitteln des Regierungs-präsidiums Leipzig erste gravierende Fortschritte bei der Innen-ausstattung des Hauses. Den erforderlichen Eigenmittelanteil stellt der Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V. zur Verfügung.

28. Oktober 1998 – Wiedereröffnung des Gohliser Schlösschens

Mit großer Unterstützung des Freundeskreises, dessen Sponsoren und Partnern konnte das restaurierte Schlösschen der Öffentlichkeit als Einrichtung des Kulturamtes der Stadt Leipzig übergeben werden.

12. September 2002

Weihe der russischen Kabinettorgel (vor 1800), die mit der finanziellen Unterstützung der Allianz AG und des Freundeskreises von Thilo Viehrig (Restaurierungswerkstatt Schloss Kaulsdorf), restauriert wurde.

1998-2003

Der Freundeskreis unterstützt verschiedene Ausstellungsprojekte und Veranstaltungen. Außerdem werden zahlreichen Publikationen zur Geschichte des Hauses und Ausstellungskataloge veröffentlicht.

2003

Der Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V.  übernimmt nach dem Rückzug der Stadtverwaltung zunächst interimistisch den Veranstaltungsbetrieb des Schlösschens.

2005

Der Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V. wird Betreiber der Schlossanlage.

Januar 2013

10-wöchige Restaurierungsarbeiten der Raumausmalungen von Adam Friedrich Oeser im Festsaal.

Der Festsaal im Gohliser Schlösschen ist eines der bedeutendsten überlieferten Zeugnisse von Oesers dekorativen Wand- und Deckenmalereien im profanen Interieur, wo der Übergang vom barocken hin zum neuen klassizistischen Stil vor Augen geführt wird. Die allegorische Darstellung an der Decke im älteren Malstil widmet sich dem „Lebensweg der Psyche“ und bezieht sich programmatisch auf die Entwicklungsgeschichte der Seele. Die Wandflächen zeigen entsprechend dem neuen Geschmack Architektur- und illusionistische Perspektivmalereien, wie sie schon seit der Antike und der italienischen Renaissance bekannt sind.